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RE: Fachausdrücke für Betrüger, Meckerfuzzies und Co

in Hardware, Software, Infos, Tools oder Probleme 05.08.2010 14:34
von BumBum | 6.311 Beiträge

Hi da viele Besucher bei uns im TS mit Fremdwörtern um sich schmeissen und die Hälfte aller Leute gar nicht weiß wovon geredet wird hier nun mal dank PC Games ein kleine Information:

* Camper und Sniper

Eine unübersichtliche Map, beispielsweise Wasteland in Modern Warfare 2, bietet reichlich Wiesenflächen mit hohem Gras oder Waldstücken und lädt Camper nahezu ein. Diese legen sich mit ihrem Scharfschützengewehr ins Gras und lauern auf vorbeilaufende Gegner. Diese haben nun den Nachteil, den Camper oder Sniper nicht sehen zu können, beziehungsweise nur schlecht.

Bevor der vorbeilaufende, faire Spieler nun aber angemessen reagieren kann, ist es um ihn meist bereits geschehen. Der Scharfschütze hat angesetzt und verbucht den Frag. Ein einziger Kill macht natürlich noch keinen Dauer-Camper aus. Dafür muss sich das Muster ständig wiederholen - und das tut es in Shootern wie Bad Company 2, Modern Warfare 2, Counter-Strike Source und vielen mehr ständig.

* Noobtuber

Unter Shooter-Spielern hat sich die Bezeichnung eines bestimmten Charakters als Noobtuber eingebürgert. Dieser nutzt als Hauptwaffe seiner Klasse einen Granatwerfer. In Verbindung mit der negativen Eigenschaft eines Campers hockt ein Noobtuber für gewöhnlich auf einer Munitionskiste, die praktisch unendlich Nachschub an Granaten liefert. Unter Shooter-Spielern verpönt ist die ausschließliche Nutzung einer solchen Waffe, die flächendeckend Schaden anrichtet und nach Meinung vieler Spieler "wenig Skill erfordert".

In der Tat reicht ein Schuss in die ungefähre Richtung eines vorbeilaufenden Gegenspielers um massiven Schaden anzurichten. Hat sich der Noobtuber zudem fast unsichtbar in uneinsichtigen Ecken verbarrikadiert, ist es lediglich eine Frage der Zeit bis der halbe Server auf die Jagd nach ihm geht.

* Bug-Abuser

Multiplayer-Spiele werden selten bugfrei, beziehungsweise perfekt ausgebalanced, ausgeliefert. Die Zeit bis zum nächsten Buff oder Nerf (Anpassung) wird vom Bug-Abuser ausgenutzt. Nehmen wir als Beispiel (wie es ein Community-Mitglied von PC Games erklärt hat) das Mutterschiff aus Command and Conquer 3. Dieses löst, nachdem es einmal schießt, eine Kettenreaktion aus, die eine gesamte Basis zerstört, solange der Abstand zum nächsten Gebäude nicht zu groß wird.

Eine Spezialfähigkeit der selben Rasse, die außerirdischen Scrin, ist das Wurmloch, mit dem - nach Freilegung des Fog-of-War (Nebel des Krieges) - ein Durchgang an jede beliebige Stelle auf der Map gesetzt werden kann.

Kombiniert man nun das Mutterschiff mit dem Wurmloch (und einem bestimmten Kniff), lassen sich vernichtende Schläge gegen gegnerische Basen einleiten, ohne sich den Zugang wirklich erkämpft zu haben.

Dieser Bug soll mit einem der letzten Patches bereits ausgebügelt sein. Aber Command and Conquer 3 ist nicht das einzige Game mit solchen Bugs, und solchen die sie ausnutzten.

* Lagger

Ein Lagger ist eine Person, die durch eine schlechte Leitungs-Anbindung für Störungen im flüssigen Spielbetrieb sorgt. Diese äußern sich durch Lags, beispielsweise zappelnde Spielfiguren, "unsauberes", ruckelndes Gameplay und mehr.

Es lässt sich darüber streiten, ob ein Online-Spieler mit vermeintlich schlechter Verbindung tatsächlich etwas dafür kann. Im Normalfall verlässt dieser in eigenem Interesse relativ früh das Spielfeld. Es gibt allerdings auch Gesellen, die durch nebenbei laufende Downloads oder sonstigen Maßnahmen absichtlich Lags herbeiführen.

Über den Grund lässt sich streiten. Möglich wäre, dass ein potenzieller Spielverlierer seinen Gegenübern nicht den Sieg gönnt oder dergleichen. Wie gesagt, darüber lässt sich diskutieren. Sicher ist allerdings, dass Lagger eine besonders nervige Art von Gamer-Typen im Internet sind.

* Quitter und Disconnecter

Quitter gibt es in fast allen Online-Spielen. Diese verlassen vorzeitig das Multiplayer-Spiel und bringen die Partie nicht mit Anstand zu Ende. Besonders nervig wird es, wenn in Echtzeitstrategie-Spielen ein absichtlicher Hardware-Disconnect herbeigeführt wird und der Stats-Server des Herstellers hinterher nicht weiß, wie er die Partie werten soll. Siege und hart erkämpfte Achievements können so verloren gehen.

Ein anderes Beispiel wäre Left 4 Dead 1 und 2. Auf Koop-Modus ausgelegt, müssen sich vier Spieler Teamplay-technisch ergänzen und sich gemeinsam durch Zombie-Horden kämpfen. Verlässt nun einer der vier Spieler - aus Rage über nicht vorhandene Hilfe oder sonstigem - die Partie, wird er durch einen Bot ersetzt, einem computergesteuerten Mitspieler, der einem menschlichen Spieler fast nie das Wasser reichen kann. Den Ärger ausbaden müssen folglich die verbleibenden Mitspieler.

* Spawn-Camper und Base-Raper


Spawn-Punkte bezeichnen den Eintrittsort eines Spielers auf der Map im Shooter-Genre. Taktisch anspruchsvollere Spiele wie zum Beispiel Battlefield im Multiplayer geben Ihnen die Möglichkeit den Spawnpunkt frei zu wählen, je nachdem welche Gebiete Ihr Team erkämpft hat.

Befindet sich Ihr Team nun in der Bredouille und besitzt lediglich noch den Startpunkt an der Base sieht es schlecht aus. Vor allem wenn sogenannte Base-Raper Ihre letzte Festung umzingelt haben und an allen Ecken darauf lauern, bis Sie in ihr Sichtfeld laufen. Die Folge: Man verliert bei entsprechendem Gegner alle Chancen zurück zu einem fairen Spiel zu finden. Auf vielen Servern ist Base-Raping übrigens per Skript deaktiviert.

Spawn-Camper sind eine Abwandlung der Base-Raper. Bei schnellen Deathmatch-Shootern wie Unreal Tournament oder Quake haben sich feste Spawn-Punkte herumgesprochen, die ein aktiver Shooter-Spieler kennt. Ein wehrlos spawnender Gegner (im Normalfall ohne Waffen außer der unzureichenden Standardausrüstung) sieht sich somit ohne Chance, wenn bereits auf ihn gewartet wird.

* Cheater

Verteilt ein Spieler ständig aus allen Lagen One-Shots (also einen einzigen Schuss, durch den Spielcharakter sofort stirbt), ist dies ein sicheres Zeichen für Cheats. Jeder von uns kennt sie. Man hat in fast allen Online-Multiplayer-Titeln innerhalb von Sekunden den ersten Feindkontakt. Nur Millisekunden später werden Sie im Ego-Shooter Counter-Strike direkt von der Map geputzt. In Echtzeit-Strategie-Spielen wie Command and Conquer taucht die gegnerische Fraktion mit unverwundbaren Einheiten oder in unmöglichen Massen auf. Selbstverständlich können geübte Spieler „unmenschliche“ Skills entwickeln – irgendwann ist aber auch Schluss. Beispielsweise, wenn der Scharfschütze in Bad Company 2 innerhalb von Sekunden das ganze gegnerische Team ausgeschaltet hat und nicht einmal das Magazin wechseln musste.

Sollten Sie an Hand von Beweis-Screenshots, -Demos oder -Replays eindeutig Cheater entlarven können, hilft meist eine E-Mail an den Support des Publishers. Erfahrungsgemäß werden Online-Spieler, die die Spielmechanik des jeweiligen Games aushebeln und dem Fairplay schaden, relativ schnell per Account-Deaktivierung ausgeschaltet.

* Flamer

Niederlagen in Multiplayer-Partien stellen das friedliche Gemüt der Akteure auf harte Belastungsproben. Bestimmte Charaktere neigen zu verbalen Wutausbrüchen (Flames) und teilen diese – für alle anderen ziemlich lästig – über die Chat- oder Voice-over-IP-Funktion des jeweiligen Spiels direkt mit.

Es mag sein, dass der einzelne Verärgerte seiner Wut damit Luft macht. Leiden müssen dennoch alle Anderen. Spieler, die sich zivilisiert miteinander unterhalten möchten, werden gestört. Problematisch wird es, wenn Minderjährige den zumeist aus Kraftausdrücken bestehenden Verkettungen von Vokabeln ausgesetzt werden.

Ein angemessenes Mittel gegen Flamer gibt es auch – zumindest bei der schriftlichen Bekundung von Verlierer-Unmut. Halten Sie ihre Screenshot-Taste bereit und dokumentieren Sie den Fall. Stellen Sie sich darauf ein, mehrere Bilder zu machen, um Ihrer Beschwerde beim Support Nachdruck zu verleihen. Ärgern Sie sich stattdessen über Voice-over-IP-Flames, ist es ratsam, die entsprechende Funktion In-Game zu deaktivieren und stattdessen auf Software Dritter wie Teamspeak oder Ventrilo zu setzen.

* One-Mapper


Fans von Starcraft, Warcraft 3 oder Command & Conquer werden sie kennen. Jene Spieler, die tagtäglich auf den gleichen Maps oder - schlimmer - der gleichen Map aufzufinden sind. Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man sich auf einem bestimmten Gebiet spezialisieren möchte. Dennoch sollte derjenige berücksichtigen, dass er auf seinem Spielfeld unverhältnismäßig gut spielt. Einem -nicht überraschenden - Erfolg sollte der One-Mapper keine Beleidigungen folgen lassen. Dies passiert in der Online-Welt leider häufig und nimmt vielen den Spaß.

Besonders schlimm, beziehungsweise unfreiwillig lächerlich wird es, wenn so genannte One-Mapper Ihre Erfolge gegen gestandene Profis öffentlich anpreisen und sich damit wichtiger machen als sie sind. Solche Spieler erkennen Sie meist daran, dass sie in der Lobby des jeweiligen Multiplayer-Spiels die entsprechenden Games mit jeweiliger Map selbst öffnen und relativ lange auf neue Spieler warten. Unternehmen kann man gegen solche Spieler nichts, daher rät PC Games, die meist ausweglose Herausforderung zu vermeiden.

* One-Strategists

Es gibt sie in jedem Spiel wie Sand am Meer. Sei es der Tankrush bei Command & Conquer, oder viele andere Rushs bei Starcraft, Warcraft 3 und Co. Dominante Strategien, mit denen jeder ein Spiel schnell für sich entscheiden kann, werden meist früh in den Foren zum Multiplayer-Spiel gepostet. Folge ist häufig, dass sich ein großer Prozentteil der Gemeinde lediglich auf diese Taktiken verlässt und nichts anderes mehr macht.

Die passende und erfolgversprechende Strategie, mit der man dem entgegenwirkt, wird meist einige Zeit später veröffentlicht. Nämlich dann, wenn sich die Community ausgiebig über die Massen an Spielern beschwert hat, die die erste Strategie nutzten. Was tut man dagegen? Die entsprechenden Strategie-Künstler begehen mit Sicherheit keine Straftat. PC Games gibt den Rat, durch Späh-Einheiten frühzeitig herauszufinden, was der Gegner vorhat und entweder das Gleiche zu tun, oder sich bei entsprechendem Wissen mit dem richtigen Konter zu befassen. Ansonsten hilft es, die jeweiligen Foren im Auge zu behalten. Meistens posten User sehr schnell ihre eigenen Erfahrungen im Umgang mit den One-Strategists.

* Noob-Basher / Fake-Nick-Pros

Sie sind Gelegenheitsspieler und suchen in Ihrer Freizeit nach einem Multiplayer-Server, der zu Ihnen passt. Einen Spielplatz, auf dem sich keine Profis tummeln, damit Ihr Mehrspieler-Spaß nicht nach einem kurzen Gastspiel bereits vorbei ist. Leider gehen nicht alle Spieler mit den gleichen Absichten auf diese Server. Es ist fraglich, was „talentierte“ Gamer dazu bewegt, an einer Partie für Anfänger und Amateure teilzunehmen.

Ähnlich jungen Halbstarken, die auf den Kinderspielplatz gehen und die Mitspieler ärgern, nehmen „Noob-Basher“ Neulingen den Spaß. In so einer Situation hilft es nur noch zu hoffen, dass ein Server-Admin, bzw. Mitspieler mit Admin-Rechten zur Stelle ist und den Störenfried verbannt. In Echtzeit-Strategie-Titeln erkennen Sie solche Spieler meist an Statistiken, bei denen der Account wenige Spiele aufweist, dafür aber eine Gewinnquote von über 90 Prozent.

Eine Weiterentwicklung dieser Form sind die so genannten „Fake-Nicks-Pros“. Das sind meist sehr gute Spieler, die unter falschem Namen auf die Server gehen. Mit dem relativ unscheinbaren Nickname wird dann meistens das gesamte Spiel auf den Kopf gestellt. So kann es sein, dass ein Top-100-Liga-Spieler bei Shootern wie Modern Warfare 2 einen schlechten Tag erwischt und unter irreführendem Namen, einem beliebigen Multiplayer-Server beitritt um sich das nötige Selbstvertrauen wieder zu holen. Ähnlich den „Noob-Bashern“ wird man einen solchen Mitstreiter über die Admins los.

* Statistik-Liebhaber


Jeder Spieler mag eine schöne Statistik für seinen virtuellen Avatar. Die Quote der gewonnen Spiele sollte jene der verlorenen Matches möglichst übersteigen. Dass es Spieler mit solcher Motivation durchaus übertreiben können merkt man ebenso sehr häufig. Im Folgenden erklärt PC Games, wie sich diese Eigenart mancher Online-Spieler äußern kann und wie sie andere Spieler somit nerven.

Eine möglichst hohe Gewinnquote erreicht man durch extrem sicheres Spielen. Dabei wählen entsprechende Probanden im Echtzeit-Strategie-Genre möglichst Gegenspieler, die durch schlechte Statistiken einen sicheren Triumph versprechen. Das treiben diese Spieler dann so weit, bis sie irgendwann Gewinnquoten von über 90 Prozent aufweisen können und im vermeintlich wohlverdienten Respekt baden. Als Neuling mag man glauben, im Spiel gegen einen solchen Wettbewerber möglichst viel lernen zu können. Dem ist aber durch eben jenes Spielen auf Nummer sicher häufig nicht so. Generell sollte man letztgenannte Spieler meiden.

* Wählerisch

Nicht alle Spieler wollen mit jedem beliebigen Gamer zusammenspielen. Kennen Sie folgende Situation? Beim Gathern (Das beliebige Zusammenwürfeln von Teams, mit anschließendem Team-Spiel) entsteht trotz ausreichender Spieleranzahl kein Match, weil es einem oder mehreren Spielern nicht (un-)fair genug ist? Sie befinden sich in der Starcraft-Lobby und warten nur noch auf einen Vierten für das 2-gegen-2: Der bisher alleinige Vertreter der zweiten Mannschaft verweigert aber jegliche Zusammenstellung für ein Match. Der besondere Anspruch des potenziellen Gegenspielers lässt darauf schließen, dass er für einen gesicherten Sieg auf einen Experten hofft. Sie als spieleröffnende Partei sollten demnach nicht allzu viel Zeit mit demjenigen verschwenden.


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